Das Freitagsgespräch im BuchMarkt

Für das Magazin BuchMarkt befragte mich Franziska Altepost zur Entstehungsgeschichte des Buches. Das vollständige Interview lesen Sie hier: www.buchmarkt.de

 

Vor Jahren, heißt es, stießen Sie während einer Italienreise auf ein verlassenes Hotel in Bordighera, an der ligurischen Küste. Dort entstand die Idee zu Ihrem neuen Buch Grandhotel Angst, erzählen Sie doch kurz, wie es dazu kam…

Das war im Sommerurlaub 2003. Wir wohnten in einer Villa, die direkt neben dem Hotel Angst liegt. Als ich das imposante Gebäude zum ersten Mal sah, war ich wie elektrisiert. Die Mischung aus einstiger Pracht und starkem Verfall erinnerte mich unwillkürlich an den Untergang der Titanic. Auf dem Giebel prangte das Wort ANGST in roten Lettern, und ich fragte mich, warum der Besitzer (Adolf Angst) dem Hotel seinen Namen gegeben hatte, obwohl das Wort in etlichen Sprachen einen Schauder hervorruft. Noch im selben Urlaub bin ich ins örtliche Archiv gegangen und habe mich über die Historie des ehemaligen Grandhotels informiert. Ich wusste sofort, dass ich darüber schreiben muss. Aber es hat fast vierzehn Jahre gedauert, das Buch zu vollenden.

(…)

 

Was fasziniert Sie so an der Handlung und deren (wahren) Hintergrund?

Es hat mich schon immer gereizt, einen Thriller zu schreiben, bei der man als Leser nie so genau weiß, wie zuverlässig die Protagonistin in ihrer Wahrnehmung eigentlich ist. Ich liebe die alten Hitchcock-Filme und die „Suspense“-Romane von Patricia Highsmith, die mit raffinierten Mitteln für einen stetig wachsenden Spannungsbogen sorgen. Allen voran „Der talentierte Mr. Ripley“, der in ähnlicher Umgebung spielt wie das „Grandhotel Angst“.

Bordighera und das ehemals modernste und glamouröseste Hotel der ligurischen Küse sind das ideale Setting für einen solchen Roman. Die Zeit um 1900, in der die Engländer während der Wintermonate die italienische Riviera für sich einnahmen, steckt voller interessanter Gegensätze. Die meisten Ankömmlinge waren getrieben von der Sehnsucht nach einem irdischen Paradies und dem Erleben von Abenteuern inmitten eines komfortablen Ambientes. Aber am reizvollsten war es, die geheimnisvolle Ausstrahlung des ehemaligen Grandhotels aufzunehmen und mit Hilfe einer fiktiven Geschichte zum Leben zu erwecken.

 

Was von Ihnen persönlich ist in die Geschichte eingeflossen?

(Weiterlesen auf www.buchmarkt.de)